Afrikanische Musik
Die Musik und der Rythmus des Schwarzen Kontinents
Denkt man an afrikanische Musik, fallen einem wahrscheinlich als erstes rythmische Trommelklänge ein. Das der afrikanische Kontinent aber noch mehr zu bieten hat und das nicht die Trommel, sondern der Gesang das wichtigste Element der afrikanischen Musik ist, wissen nur wenige. Ein weiterer Fehler ist es, die afrikanische Musik zu verallgemeinern, heißt, “alles in einen Topf zu werfen”. Die Musik des Schwarzen Kontinents ist genauso vielfältig wie die Menschen, die ihn bevölkern. Was jedoch so ziemlich alle Musikrichtungen Afrikas verbindet, ist, dass sie trotz früherer Kolonialisierung weitestgehend unberührt sind von westlichen Einflüssen.
Undenkbar ist es außerdem, die Musik in Afrika vom afrikanischen Tanz trennen zu wollen. Beides gehört fest zueinander und tritt nie einzeln auf. Tanz und Gesang sind bis heute fester Bestandteil vieler afrikanischer Kulturen. Ein besonderes Element der Musik in Afrika sind die Wiederholungen von Rythmen und Gesängen. Dadurch haben es Musiker und Zuhörer leichter, tief in die Musik einzudringen und zum Teil auch in einen tranceartigen Zustand zu verfallen.
Da etliche afrikanische Sprachen Tonsprachen sind und die unterschiedlichen Laute durch eine bestimmte Tonhöhe ihre Bedeutung gewinnen, können Zuhörer der rythmischen Melodien afrikanischer Musik sozusagen einen Text hören, ohne das wirklich gesungen wird. Das ist sicher nicht einfach für Reisende, die Urlaub in Afrika machen, vielleicht sogar bei einer Aktivreise und den exotischen Sprachen nicht mächtig sind. Trotzdem ist es ein besonderes Erlebnis, beim Urlaub in Afrika einmal “live” beim Musizieren der Afrikaner dabei zu sein – ein kulturelles Erlebnis, dass einem den Geist des Kontinentes sicher so nah wie sonst nie bringt.